Bewegende Familienzusammenführung
Vor kurzem hatte ich wiedermal einen normalen Tagdienst im Krankenhaus. Naja, ehrlich gesagt, war er nur bis Mittag "normal". Da wurde nämlich eine ältere Dame eingeliefert, die meinem Kollegen erzählte, dass sie ihr Enkerl gerne wiedersehen würde. Die Tochter der älteren Dame hatte nämlich ein Alkohol-Problem, deshalb wurde ihr das Sorgerecht für das Kind entzogen und die besagte Enkelin, Natalie wurde ins Kinderheim abgeschoben.
Die ältere Dame, Aloisia erzählte meinem Kollegen, wie alles geschah, zum Beispiel auch, was das Jugendamt sagte, als Aloisia auf der Suche nach ihrer Enkelin war. Angeblich sei Natalie nämlich im Alter von 2 Jahren gestorben. Aloisia wollte das einfach nicht glauben.
Jedenfalls kam dann mal mein Kollege zu mir ins Dienstzimmer gerannt und erzählte mir die ganze Sache. Er konnte das nicht so recht glauben, also bat er mich, mal mit Aloisia zu sprechen. Das habe ich dann auch getan. Und während dieses Gesprächs habe ich auch genaue Informationen über die angeblich verstorbene Enkelin erhalten.
Ich hatte dann ein eigenartiges Gefühl, denn Geburtsdatum und Name kamen mir sehr bekannt vor. Zu bekannt um wahr zu sein. Das dachte ich zuerst, doch dann fiel mir eine Mitarbeiterin ein, die genau dieses Geburtsdatum und diesen Namen hatte. Zuerst wusste ich nicht recht, was ich tun sollte. Aber dann hab ich beschlossen, Natalie einzuweihen, dass eventuell ihre so verzweifelt gesuchte Oma in unserem Krankenhaus liegt.
Wir haben uns dann ausgemacht, dass wir die Daten, die ich im Laufe des Gesprächs mit Aloisia erhalten habe, mit den Computer-Daten abgleichen. Nach einer Weile rannte Natalie zu mir und sagte "Passt genau.". Im ersten Moment hab ich nur verdutzt da gestanden. Das hat doch wirklich besser gepasst, als ich es jemals für möglich gehalten hätte. Natalie sah mich an und fragte "Was jetzt?". Und ich sagte "Jetzt gehen wir zu Aloisia und bringen ihr das schonend bei.".
Gesagt getan. Wir sind also rein ins Zimmer zu Aloisia und Natalie hat sich vorerst ganz ruhig verhalten. Ich hab mir gedacht, es ist am besten, wenn ich einfach die Karten auf den Tisch lege, also begann ich langsam zu sprechen "Wissen Sie, wir haben die Daten, die Sie mir gegeben haben mit unseren Daten im Computer verglichen. Wir wissen jetzt, dass ihre Enkelin noch lebt und wir wissen auch wo sie ist und was sie macht.".
Im selben Moment breitete sich ein großes Schmunezln auf Natalie's Gesicht aus. Aloisia sah zuerst sie verdutzt an und dann mich. Sie fragte "Meinen Sie jetzt...?". Und noch bevor ich etwas antworten konnte, sagte Natalie "Ja, ich bin deine Enkelin".
Das war, glaub ich, für Aloisia der schönste Moment. Überglücklich schlossen sie sich in die Arme. Ihr könnt euch wahrscheinlich schon denken, was dann los war. Freudentränen und Emotionen pur.

Zugegeben mir fehlen die Worte, um das angemessen zu beschreiben. Jedenfalls find ich es wahnsinnig schön, dass ich in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit solche aussergewöhnlich tolle Erfahrungen machen darf.
Die beiden sagten dann, sie gehen auf einen Kaffee, in Wahrheit waren es sicher mehrere Tassen, denn sie blieben stundenlang weg. Aber ich glaube, sowas ist normal in so einer Situation, man hat ja dann sehr viel zu besprechen.
Aloisia und Natalie haben dann Adressen und Telefonnummern ausgetauscht und soweit ich weiss, haben sie regen Kontakt. In all der Zeit, die ich jetzt mit Natalie im Krankenhaus zusammenarbeite, hab ich sie nie so glücklich gesehen...
Die ältere Dame, Aloisia erzählte meinem Kollegen, wie alles geschah, zum Beispiel auch, was das Jugendamt sagte, als Aloisia auf der Suche nach ihrer Enkelin war. Angeblich sei Natalie nämlich im Alter von 2 Jahren gestorben. Aloisia wollte das einfach nicht glauben.
Jedenfalls kam dann mal mein Kollege zu mir ins Dienstzimmer gerannt und erzählte mir die ganze Sache. Er konnte das nicht so recht glauben, also bat er mich, mal mit Aloisia zu sprechen. Das habe ich dann auch getan. Und während dieses Gesprächs habe ich auch genaue Informationen über die angeblich verstorbene Enkelin erhalten.
Ich hatte dann ein eigenartiges Gefühl, denn Geburtsdatum und Name kamen mir sehr bekannt vor. Zu bekannt um wahr zu sein. Das dachte ich zuerst, doch dann fiel mir eine Mitarbeiterin ein, die genau dieses Geburtsdatum und diesen Namen hatte. Zuerst wusste ich nicht recht, was ich tun sollte. Aber dann hab ich beschlossen, Natalie einzuweihen, dass eventuell ihre so verzweifelt gesuchte Oma in unserem Krankenhaus liegt.
Wir haben uns dann ausgemacht, dass wir die Daten, die ich im Laufe des Gesprächs mit Aloisia erhalten habe, mit den Computer-Daten abgleichen. Nach einer Weile rannte Natalie zu mir und sagte "Passt genau.". Im ersten Moment hab ich nur verdutzt da gestanden. Das hat doch wirklich besser gepasst, als ich es jemals für möglich gehalten hätte. Natalie sah mich an und fragte "Was jetzt?". Und ich sagte "Jetzt gehen wir zu Aloisia und bringen ihr das schonend bei.".
Gesagt getan. Wir sind also rein ins Zimmer zu Aloisia und Natalie hat sich vorerst ganz ruhig verhalten. Ich hab mir gedacht, es ist am besten, wenn ich einfach die Karten auf den Tisch lege, also begann ich langsam zu sprechen "Wissen Sie, wir haben die Daten, die Sie mir gegeben haben mit unseren Daten im Computer verglichen. Wir wissen jetzt, dass ihre Enkelin noch lebt und wir wissen auch wo sie ist und was sie macht.".
Im selben Moment breitete sich ein großes Schmunezln auf Natalie's Gesicht aus. Aloisia sah zuerst sie verdutzt an und dann mich. Sie fragte "Meinen Sie jetzt...?". Und noch bevor ich etwas antworten konnte, sagte Natalie "Ja, ich bin deine Enkelin".
Das war, glaub ich, für Aloisia der schönste Moment. Überglücklich schlossen sie sich in die Arme. Ihr könnt euch wahrscheinlich schon denken, was dann los war. Freudentränen und Emotionen pur.

Zugegeben mir fehlen die Worte, um das angemessen zu beschreiben. Jedenfalls find ich es wahnsinnig schön, dass ich in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit solche aussergewöhnlich tolle Erfahrungen machen darf.
Die beiden sagten dann, sie gehen auf einen Kaffee, in Wahrheit waren es sicher mehrere Tassen, denn sie blieben stundenlang weg. Aber ich glaube, sowas ist normal in so einer Situation, man hat ja dann sehr viel zu besprechen.
Aloisia und Natalie haben dann Adressen und Telefonnummern ausgetauscht und soweit ich weiss, haben sie regen Kontakt. In all der Zeit, die ich jetzt mit Natalie im Krankenhaus zusammenarbeite, hab ich sie nie so glücklich gesehen...
blue777 - 27. Feb, 21:22
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